Beteiligung
Bessere Beteiligung an Theatern in Berlin ist ein Hauptanliegen von FAIRSTAGE. Zweimal jährlich veranstaltet FAIRSTAGE deshalb ein Forum zu Beteiligung und Diversität für Theaterschaffende. Gemeinsam mit Theatermacher*innen, Expert*innen und Interessenvertretungen widmen wir uns verschiedenen Themen der Branche. Darunter zuletzt das Thema Leitungsfindungsprozesse und Beteiligungsprozesse als Strategien für einen fairen Arbeitsalltag. FAIRSTAGE bündelt die diversen Perspektiven und Strategien aus dem Forum und macht sie der Branche zugänglich. Hier findet sich alles zu unseren Beteiligungsforen.



FAIRSTAGE Treffpunkt „ständig alles gleichzeitig“
am 29. Juni 2026, soft landing ab 21:30 Uhr, 22:00 Uhr Impuls, im Anschluss Austausch und Vernetzung
Kantine Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
Zwischen Dringlichkeit, Warten und Ruhezeitregelungen: FAIRSTAGE öffnet einen gemeinsamen Denkraum zum Austausch über die Ressource Zeit in der Theaterbranche.
Nach ihren jeweiligen Proben oder Vorstellungen sind Berliner Theatertätige aller Sparten und Häuser in die Kantine des Berliner Ensembles eingeladen, um sich über Arbeitszeiten und -belastungen auszutauschen.
Ihr könnt ab 21:30 Uhr ankommen. Ab 22:00 Uhr gibt das dramaturgie-netzwerk einen kurzen Einblick in die Ergebnisse einer Umfrage zu Arbeitszeit und -belastung. Erfasst wurden wöchentliche Arbeitsstunden, vorhandene Regelungen zur Arbeitszeit von Dramaturg*innen, Auswirkungen des NV-Bühne Teilabschlusses zu Arbeitszeit und Wünsche in Bezug auf die Arbeitszeitgestaltung. Danach besprechen wir in Kleingruppen die Erkenntnisse des dramaturgie-netzwerks und die Übertragbarkeit der erhobenen Daten für andere Arbeitsbereiche im Theater. Im Anschluss gibt es noch Raum für offenen Austausch.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt. Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an anmeldung@fairstage.berlin bis zum 25. Juni.
Informationen zur Barrierefreiheit folgen so schnell wie möglich.
Strategien für nachhaltige Diversitätsarbeit in Krisenzeiten – Teil 2
„Unter uns!“ – Beteiligungsforum am 19. September 2025
In den vergangenen Jahren wurden in vielen Berliner Kulturinstitutionen wichtige Grundlagen für Diversitätsentwicklung und diskriminierungskritische Strukturen geschaffen. Diese Fortschritte sind jedoch zunehmend gefährdet: Angesichts der verschlechterten Haushaltslage geraten nicht nur Institutionen mit ihren Ressourcen unter Druck – auch Haltungen verschieben sich. Die gegenwärtigen Sparmaßnahmen treffen die Kulturlandschaft hart und gefährden bestehende Diversitätsstrategien, Netzwerke und Prozesse, die lange erarbeitet und erkämpft wurden. Wir erleben eine Verlangsamung der Transformationsprozesse – und Rückschritte.
Wie können wir unter diesen Bedingungen handlungsfähig bleiben? Welche Strategien des Widerstands brauchen wir jetzt, auch mit Blick auf die vor uns liegenden Herausforderungen? Und wie können wir unsere Kräfte so einsetzen, dass wir uns gegenseitig stärken? Diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Euch diskutieren.
Das Beteiligungsforum „Unter uns! – Strategien für nachhaltige Diversitätsarbeit in Krisenzeiten“ fand am 19. September 2025 von 10:00 bis 13:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung (Spandauer Damm 19, 14059 Berlin, Veranstaltungsraum EG links) statt. Die Veranstaltung richtete sich explizit an Diversitätsagent*innen, Mitglieder aus Diversitäts-AGs und Mitarbeitende, die sich aktiv in der Diversitätsentwicklung in der Berliner Theaterlandschaft engagieren.
Beteiligungsforum „Strategien für nachhaltige Diversitätsarbeit in Krisenzeiten“ – Teil 1
am 21. Mai 2025 von 14:00 bis 16:00 Uhr
In den letzten Jahren wurden wichtige Schritte hin zu mehr Diversität, Inklusion und einer besseren Unterstützung im Diskriminierungsfall in den Kulturinstitutionen Berlins gegangen. Das aktuelle gesamtgesellschaftliche und politische Klima, in dem Themen wie Diversität und Inklusion in ihrer Relevanz infrage gestellt werden, wirft nun aber Fragen auf: Es besteht die Gefahr, dass die in den vergangenen Jahren erarbeiteten Diversitätsstrategien und Antidiskriminierungsstrukturen nicht weiterentwickelt werden, hart erkämpfte Fortschritte verloren gehen und Netzwerke einschlafen. Mit der Verschlechterung der Haushaltslage und den damit einhergehenden Kürzungen bereiten sich viele Kulturakteur*innen auf voranschreitende Prekarisierung ihrer Arbeit und die Abwicklung von Diversitätsmaßahmen vor.
In diesen schwierigen Zeiten lädt FAIRSTAGE gemeinsam mit Diversity Arts Culture zum Beteiligungsforum „Strategien für nachhaltige Diversitätsarbeit in Krisenzeiten“ am 21. Mai 2025 von 14:00 bis 16:00 Uhr ein. Die Veranstaltung richtet sich an Diversitätsagent*innen, Mitglieder von Diversität-AGs, an Leitungen sowie alle, die aktiv an der Diversitätsentwicklung beteiligt sind. Lasst uns gemeinsam Allianzen verstärken!
Nach einem Input von Dr. Sandrine Micossé-Aikins, Leitung von Diversity Arts Culture, wollen wir uns darüber austauschen, wie wir mit weniger Ressourcen weiterhin effektiv arbeiten können und was es braucht, damit alle Beteiligten auch in schwierigen Zeiten nicht den Mut verlieren. Welche Gefahren drohen und wie können Mitarbeitende geschützt werden? Ziel muss sein, die Errungenschaften der letzten Jahre zu bewahren und solidarisches Handeln trotz Gegenwind zu gestalten!
Gemeinsam wollen wir in Austausch treten und konkrete Strategien entwickeln, um die erzielten Fortschritte in der Diversitätsarbeit langfristig zu sichern und auch unter herausfordernden Bedingungen weiter voranzutreiben. Das Beteiligungsforum ist der Auftakt einer gemeinsamen Arbeit zum aktuellen State of Diversity.
Time Out: Von Arbeitsverhältnissen und der Ressource Zeit am Theater
Am 13. November 2024 von 14:00 bis 16:00 Uhr fand unser Beteiligungsforum „Time Out“ statt – ein Format, das einen direkten Austausch der Theaterbranche ermöglicht. Unter dem Thema „Ressource Zeit“ laden wir dazu ein, individuelle Erfahrungen zu teilen, Expertisen einzubringen, Fragen aufzuwerfen und gemeinsam zu diskutieren.
„Wenn Mitarbeiter*innen an den Theatern aus Erschöpfung kaputtgehen, mag das ein „Spiegel der Gesellschaft“ sein – sinnvoll ist es nicht.“, schreibt Anna Volkland in der FAIRSTAGE-Publikation. Denn: Arbeit am Theater geht einher mit einem strengen, ganz und gar auf den Produktionsapparat ausgerichteten Zeitregime und vereint alle arbeitspsychologisch bekannten Belastungsfaktoren der Arbeitszeitgestaltung. Theatermacher*innen, die sich zusätzlich noch in der Arbeit gegen Diskriminierungen und für Gleichstellung einsetzen, sind einer zusätzlichen Doppel- und Dreifachbesetzung ausgesetzt. Diversity Work, Sorge- und Community-Arbeit braucht zusätzlich Zeit, Sichtbarmachung und eine gerechte Entlohnung. Gemeinsam mit Ihnen und Euch wollen wir uns (un)-sichtbarer Arbeit und den damit einhergehenden Themen und Widersprüchen im Kontext der Ressource Zeit widmen, Bedingungen für fairere Arbeitsverhältnisse weiter ausloten und zur Diskussion stellen.
Das Beteiligungsforum „Time Out – Von Arbeitsverhältnissen und der Ressource Zeit am Theater“ fand digital auf Zoom statt. Rahel El-Maawi moderierte diesen Prozess. Zur Einstimmung empfehlen wir den bereits zitierten Text „Theater als 24/7 – Arbeitgeber. Warum ein anderer Umgang mit der wichtig(st)en Produktionsressource etabliert werden muss: der Zeit“ von Anna Volkland, den es in der FAIRSTAGE-Publikation zu lesen gibt.
Beteiligungsprozesse in der Praxis:
Hier finden sich Ressourcen, die in vergangenen Beteiligungsforen enstanden sind.
Das Poster als barrierefreies und interaktives PDF mit verlinkten Ressourcen