Weiterbildungen und Fellowshipprogramm

Weiterbildung: Bootcamp für Künstler*innen - Freie Szene trifft Politik!

30. Januar 2026

Sprache: Deutsche Lautsprache

Ort: Ballhaus Ost, Die Veranstaltung findet im 3. OG statt und ist nur durch Treppen erreichbar.

Wie lässt sich Politiker*innen am besten erläutern, was die Freie Szene macht und welchen Nutzen Berlin davon hat? Dafür braucht es euch, vor Ort in den Wahlkreisen: Unter dem Motto „Freie Szene trifft Politik“ laden wir am 30.01.26 Akteur*innen der Freien Darstellenden Künste dazu ein, in den kommenden Monaten ihre Kandidat*innen für das Abgeordnetenhaus zu treffen.
Für die Gespräche bereiten wir uns gegenseitig und mit externer Unterstützung im Rahmen des “Bootcamps” für überzeugende Argumente vor. Wir lernen in kompakten drei Stunden, von 16:30 bis 19:30 Uhr, wie wir Politiker*innen unsere eigene Arbeit pitchen, wagen uns in Live-Gesprächs-Simulationen und schauen gemeinsam, welche Abgeordneten zu eurem jeweiligen Wahlkreis gehören. Ihr müsst kein Vorwissen mitbringen.
Mit: Eva-Maria Baumeister, Nina Weber, Jens Eike Krüger, Nicola Schubert, Robert Oschatz
Anmeldung mit Betreff „Bootcamp“ bitte bis 26.01.2026 an anmeldung@fairstage.berlin.

Weiterbildung: Basiswissen Anti-Ableismus im Kulturbetrieb

20. Januar 2026, 11-15 Uhr via Zoom

Grundlagen-Workshop für behinderte, chronisch kranke, Taube und neurodivergente Kulturtätige. In Kooperation mit Making a Difference.

In dem 4-stündigen Workshop entwickeln wir zunächst ein gemeinsames Verständnis von Behinderung und Ableismus. Wir tauschen uns dazu aus, warum Barrierefreiheit nicht nur ein

gutes Angebot, sondern ein Menschenrecht ist und welche Modelle von Behinderung es gibt. Im zweiten Teil fragen wir uns, was wirklich hinter dem Begriff ”Inklusion” steckt und lernen ermächtigende Konzepte und Tools wie Crip Time und Access Rider kennen. Der Workshop richtet sich an alle Menschen, die im Kulturbereich arbeiten und von Ableismus betroffen sind.

Workshopleitung

Agnieszka Habraschka (keine Pronomen) ist Workshopleitung, Berater*in, Dramaturg*in, Musiker*in und Soundkünstler*in mit Schwerpunkt auf barrierefreier und anti-ableistischer Kulturarbeit sowie intersektionaler Antidiskriminierung. Agnieszka ist neurodivergent, hat nicht sichtbare Behinderungen und hat Erfahrungen von Migration und Armut.

Gina Jeske (sie/ihr) ist als Trainerin, Beraterin, PR-Expertin und Autorin für Audiodeskriptionen an der Schnittstelle von Performancekunst und Barrierefreiheit tätig. Gina ist weiß, hörend und nichtbehindert.

In deutscher Lautsprache mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS)

Dolmetscher*innen: Angelina Sequeira Gerardo und Christina Frei.

Weiterbildungen

FAIRSTAGE bietet in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner*innen Weiterbildungen für Theaterschaffende an. Zum einen unterstützt das Projekt theaterübergreifende Institutionen proaktiv bei ihrer Organisationsentwicklung, zum anderen gibt es offene Angebote für die Branche. Dieser Anstoß zur Weiterbildung verselbstständigt sich im besten Fall nachhaltig innerhalb der Organisation. 2023 veranstaltete FAIRSTAGE in Kooperation mit dem BIPoC-netzwerk einen Empowerment-Workshop für von Rassismus betroffene Theatermacher*innen. 2024 lief eine Workshopreihe zu diskriminierungssensibler Kommunikation in Kooperation mit der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA), die einen Beitrag zur Organisationsentwicklung der Gewerkschaft leistete. Mitglieder dieser Organisationen werden zu Multiplikator*innen und wirken über ihre Organisation hinaus bis in die Theaterbetriebe. In weiterer Zusammenarbeit ist FAIRSTAGE auch dem Deutschen Bühnenverein sowie dem Landesverband Berlin des Bühnenvereins eng verbunden und realisierte Weiterbildungen für Theaterleitungen über Demokratisierungs- und Beteiligungsprozesse und sowie eine öffentliche Weiterbildung für alle Theatermacher*innen zum Thema Cripping up.

Fellowshipprogramm

Die Bewerbungsphase für das Fellowship 2025 ist bereits beendet.

Das Ziel des Fellowshipprogramm ist es, von Diskriminierungen betroffenen Akteur*innen Zugänge zu Abläufen und Struktur kulturpolitischer Prozesse zu ermöglichen. Die Fellows werden mit kulturpolitisch agierenden Organisationen zusammengebracht, können sich dort einbringen, lernen und diskutieren. Kulturpolitik wird so gleichzeitig bottom-up und top-down transformiert. Die erste Generation Fellows arbeitete mit dem Deutschen Bühnenverein (Karolin Berg), dem Oyoun Berlin (Quang Nguyễn-Xuân), dem ensemble-netzwerk (Kira Shmyreva) sowie den Gewerkschaften GDBA (Laurie Young) und ver.di (Mariann Yar). Für den zweiten Durchlauf 2024 konnten weitere Partnerorganisationen gewonnen werden, was mehr Fellows Zugang zu kulturpolitischen Strukturen ermöglicht. Neu mit dabei waren 2024 der Migrationsrat (Daphne Brunet), der LAFT Berlin (Aki Kimura) und Diversity Arts Culture (Sarah Seini). Das ensemble-netzwerk, der Deutsche Bühnen- verein und ver.di haben mit Jingyun Li, Len Smith und Marilyn Nova White erneut Fellows aufgenommen.

Das FAIRSTAGE Fellowship

Ein Fellowship ist ein Programm, das den Teilnehmenden Freiräume und Ressourcen für berufliche Entwicklung und Weiterbildung innerhalb einer kulturpolitischen Institution ermöglicht.

Das Fellowship ist ein Austauschangebot. Ziel ist es, Akteur*innen aus marginalisierten Gruppen zu empowern, ihre Perspektiven und Expertisen einzubringen und Zugänge zu Kulturpolitik zu erleichtern um diese aktiv (um)zugestalten.

Das Fellowship-Programm von FAIRSTAGE richtet sich an von Diskriminierung betroffene Akteur*innen aus dem Bereich der Darstellenden Künste, die sich in die Kulturpolitik einbringen möchten und bislang keinen oder nur sehr geringen Zugang dazu hatten.

Zielgruppe sind z.B. Künstler*innen, aber auch Produzent*innen sowie Personal aus Verwaltung, Technik oder den Gewerken (Schneiderei, Tischlerei usw.). Besonderer Fokus liegt auf Menschen, die von verschiedenen Diskriminierung betroffen sind, um diese zum empowern und zu beteiligen. Diese Diskriminierungen können in Anlehnung an das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) und das LADG (Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz) z.B. Antisemitismus, Rassismus, Ableismus und Klassismus sein. Aber auch z.B. von Gewichtsdiskriminierung betroffene Menschen, sollen explizit angesprochen werden.

Akteur*innen, die bereits in der Netzwerkarbeit aktiv sind und Erfahrungen mit Communitybuilding gesammelt haben, sind ebenso herzlich eingeladen ihre Ideen einzubringen, wie Menschen ohne Vorerfahrung. Der Arbeitsschwerpunkt der Akteur*innen ist Berlin. Reisekosten werden nicht übernommen.

Für diese Runde sind die folgenden Organisationen dabei: Deutscher Bühnenverein, Diversity Arts Culture, ensemble-netzwerk, Landesverbands Freie Darstellende Künste (LAFT) Berlin/Koalition der Freien Szene Berlin und ver.di.

Jede*r Fellow, also jede*r Teilnehmer*in, erhält in einer Organisation Einblicke in kulturpolitische Abläufe: Den Fellows soll in erster Linie Teilhabe an Arbeitsabläufen und Strukturen einer Organisation ermöglicht werden. Der Austausch mit erfahrenen Kolleg*innen in der Organisation soll ihnen den Einstieg in die Kulturpolitik erleichtern.

Jedes Fellowship ist individuell und wird zwischen Fellow und Organisation gestaltet.

Der direkte Austausch zwischen Fellows und Organisationen wird durch ein Vorbereitungsgespräch und regelmäßigen Austausch mit Laura Paetau (FAIRSTAGE) unterstützt. Den Ablauf des Fellowships planen Fellows und Organisationen gemeinsam. Möglich sind zum Beispiel die Teilnahme an Sitzungen, die Begleitung zu öffentlichen/internen Terminen oder eine aktive Teilnahme an kulturpolitischen Veranstaltungen.

Wir erwarten von den Fellows die Teilnahme an ca. fünf Terminen mit der Partner-Organisation für den Einstieg in die kulturpolitische Arbeit sowie die Teilnahme an drei Workshops sowie drei Master Classes, das heißt gemeinsame Treffen mit Expert*innen der Kulturpolitik. Das Fellowship läuft von Ende Juli 2025 bis Dezember 2025. Die Veranstaltungen finden größtenteils in Präsenz in Berlin statt oder online auf Zoom.

Das Fellowship ist mit 700 Euro (netto) vergütet.

Barrierefreiheit ist ein zentrales Anliegen von FAIRSTAGE. Barrierefreiheitsbedarfe, Assistenzen oder Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache und Deutsche Lautsprache werden in Absprache mit den Fellows von FAIRSTAGE organisiert und finanziert. Die Maßnahmen der Barrierefreiheit der Gastorganisationen werden von FAIRSTAGE abgefragt und bei der Vergabe des Fellowships berücksichtigt.

Bitte reiche neben einem Lebenslauf und ggf. weiterer Qualifikations-Unterlagen ein Motivationsschreiben ein, aus dem hervorgeht, warum Du an diesem Fellowship-Programm teilnehmen möchtest, welche Erfahrungen Du bisher in der Kulturpolitik gesammelt hast, welche (Barrierefreiheits-)Bedarfe Du während des Programms hast und ggf. die Namen Deiner Wunschorganisationen mit der Begründung (max. 2 DIN A4 Seiten). Bewerber*innen ohne Erfahrungen in der Kulturpolitik sind erwünscht und willkommen!

Arbeitssprache des Programms ist Deutsche Lautsprache (als Orientierung: mindestens Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen Stufe B2, nach Selbsteinschätzung). Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache und Deutsche Lautsprache kann in Absprache mit FAIRSTAGE angeboten werden.

Alternativ kannst Du Deine Bewerbung in einer Audiodatei auf Deutscher Lautsprache oder in einer Videodatei auf Deutscher Gebärdensprache auf einer von Dir ausgesuchten Plattform hochladen und den Link (mit Passwort) versenden.

Da wir viele Perspektiven bei der Entscheidungsfindung beteiligen wollen, wird eine externe Jury einberufen, die die Fellows in Absprache mit den Institutionen aussucht. Die Jury wird mit Auswahl der Fellows bekanntgegeben.

Anbei findest Du einige Fragen, die das Schreiben der Bewerbung erleichtern soll. Die folgenden Punkte könntest Du nennen:

  • Dein Werdegang mit Schwerpunkt (kultur)politisches Engagement, z.B. Petition organisieren, das Verfassen offener Briefe, Vereinsarbeit oder weitere Tätigkeiten.
  • Die Motivation für die Teilnahme am Fellowship.
  • Bisherige Erfahrungen in der (Kultur)politik. Wenn keine Erfahrung vorhanden ist: Was verstehest Du unter dem Begriff „Kulturpolitik“?
  • Deine (Barrierefreiheits-)bedarfe, z.B. DGS-Übersetzung, Arbeitsassistenz.
  • Deine Wunschorganisationen und die Gründe dafür.

Bewerbungen bitte in einer Datei zusammengefügt per E-Mail senden. Du kannst Dich in Deutscher Laut- oder Schriftsprache oder in Deutscher Gebärdensprache (DGS) bewerben. Die Grammatik ist nicht wichtig.

Schicke Deine Bewerbung bitte bis spätestens 10.07.2024 mit der Kennziffer FS_FE an Laura Paetau: call@fairstage.berlin

Solltest Du aufgrund von Behinderung oder chronischer Erkrankung den Einsendeschluss nicht einhalten können, reicht eine kurze Interessenbekundung. Eine Bewerbung kann in diesen Fällen nachgereicht werden.

Auf dieser Seite findest Du FAQ, prüfe gerne, ob Deine Fragen und dazu gehörenden Antworten schon dort aufgelistet sind.

Bei weiteren Fragen wende Dich bitte an Laura Paetau per Mail:

Laura.paetau@fairstage.berlin oder Telefon: +49 (0)30 / 20 45 979 – 07

Es findet eine digitale Sprechstunde statt am 18. Juni von 16 bis 17 Uhr und am 01. Juli von 10 bis 11 Uhr:

https://us06web.zoom.us/j/84813084049?pwd=TeaTuRJFcNaSBbTGwHIj51ZaJaj4AX.1

Bei Bedarf kann eine Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) organisiert werden.

Häufig gestellte Fragen als PDF

• Gibt es eine Altersgrenze?

Nein, es gibt keine Altersgrenze.

• Kann ich mich bewerben, wenn ich nicht in den Darstellenden Künsten tätig bin?

Nein, das Programm ist für Akteur*innen der Darstellenden Künste konzipiert. Selbstverständlich sind interdisziplinär arbeitende Akteur*innen der darstellenden Künste willkommen.

• Muss meine Meldeadresse in Berlin sein?

Die Meldeadresse spielt keine Rolle, allerdings sollte der Arbeitsschwerpunkt in Berlin sein. Reisekosten werden nicht übernommen.

• Kann ich eine Wunschorganisation angeben?

Ja, aus den teilnehmenden Organisationen können Wunschorganisationen angege- ben werden.
Das ist allerdings keine Garantie dafür, dass der Wunsch berücksichtigt wird.

• Das Programm läuft auf Deutscher Lautsprache. Welches Sprachniveau wird gebraucht?

Um am Fellowshipprogramm teilzunehmen wird Sprachniveau B2 nach Selbsteinschätzung empfohlen.

• Werden Barrierefreiheitsbedarfe, z. B. Assistenzen oder Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache und Deutsche Lautsprache von FAIRSTAGE organisiert und finanziert?

Ja, FAIRSTAGE wird die Bedarfe mit dem Fellow und der Organisation gemeinsam besprechen und übernimmt Organisation und Finanzierung.

• Ich schaffe nicht, meine Bewerbung rechtzeitig einzureichen – was nun?

Solltest Du aufgrund von Behinderung oder chronischer Erkrankung den Einsendeschluss nicht einhalten können, reicht eine kurze Interessenbekundung vor der Bewerbungsfrist.
Eine Bewerbung kann in diesen Fällen nachgereicht werden.

• Ist die Teilnahme der digitalen Sprechstunden obligatorisch für meine Bewerbung?

Nein. In den digitalen Sprechstunden können Fragen gestellt werden.

• Werden die Namen der externen Jury bekannt gegeben?

Ja, mit Ankündigung der Fellows werden die Namen der Jury ebenfalls bekannt gegeben.

• Muss ich während des Fellowships immer in Berlin sein?

Nein, Du musst nicht die ganze Zeit in Berlin sein.
Es gibt jedoch Präsenztermine, die verpflichtend sind.
Alle weiteren Termine werden individuell mit der Organisation ausgemacht.
Das Programm ist hybrid konzipiert und Du kannst auch mit der Organisation individuell Termine vereinbaren.

• Ich kann mich für diese Runde nicht bewerben – gibt es noch eine weitere Runde?

Das FAIRSTAGE-Fellowship 2025 ist vorerst die letzte Ausgabe.

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Ausschreibung in Deutscher Gebärdensprache

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